Luftverschmutzung ist auch weiterhin ein Problem für die öffentliche Gesundheit in Europa

Kürzlich wurde in der Zeitschrift „The Lancet" eine Studie veröffentlicht, die besagt, dass jedes Jahr allein in drei europäischen Ländern rund 40 000 Menschen an den Auswirkungen von Luftverschmutzung sterben [1].
Darüber hinaus hat Luftverschmutzung in Europa auch gesundheitsschädliche Akut- und Langzeitwirkungen, die sich allgemein in der Zunahme von Asthmaanfällen, Bronchitis, Herzanfällen und anderen chronischen Atemwegs- und Herzkreislauferkrankungen zeigen, sowie in der Beeinträchtigung der Entwicklung des Atemvolumens bei Kindern. Dies ist zu beobachten trotz strengerer Emissionsstandards, intensiverer Überwachung der Luftqualität und trotz abnehmender Belastung durch bestimmte Luftschadstoffe. Die daraus resultierenden Gesundheitskosten und Beeinträchtigungen des Wohlbefindens belaufen sich z.B. für Frankreich auf ca. 7,6 Milliarden EUR [2].
In Europa stellt die Luftbelastung also nach wie vor ein Problem für die Gesundheit der Bevölkerung dar. Um diesen Problembereich zu lösen, benötigen politische Entscheidungsträger, Wissenschaftler und die Öffentlichkeit folgende Informationen:
1. Europäische Entscheidungsträger im Bereich Luftreinhaltung brauchen genaue, für ihre Bedürfnisse aufbereitete Daten. Die Daten müssen richtig, geografisch repräsentativ für Europa und auf dem neuesten Stand sein. Außerdem muss die Datenanalyse rückverfolgbar und standardisiert sein und die neueste Methodologie einsetzen.
2. Europäische Experten für den umweltbezogenen Gesundheitsschutz brauchen eine zentrale Datenbank mit Informationen über Luftbelastung und Gesundheit in Europa, um Hypothesen zu Ätiologie und Wirkungsmechanismen testen zu können.
3. Auch die europäischen Bürger brauchen einen leichten Zugang zu klarer und verständlicher Information über den Einfluss von Luftverschmutzung auf ihre Gesundheit, so dass sie Entscheidungen in bezug auf ihr Alltagsleben fällen können.


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